Forschung und Lehre

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1. NORDDEUTSCHER SOFTWARE-TESTTAG


Am 24.09.2010 fand der "1. Norddeutschen Software-Testtag" in der Hamburger Speicherstadt statt und war gleich ein voller Erfolg. 48 Teilnehmer verfolgten die spannenden Vorträge und nutzten die Pausen zum intensiven Erfahrungsaustausch in interessanten Fachgesprächen.

Mit Keynote-Sprecher Prof. Dr. Ing. Andreas Spillner konnte ein profunder Kenner und führender Experte im Bereich "Testen & Qualitätssicherung" gewonnen werden. In seiner gelungenden Eröffnungsrede betrachtete er grundlegende Aspekte des Testens von Software und beleuchtete aktuelle Trends und Entwicklungen. In den darauffolgenden 6 Vorträgen rund um das Thema Qualitätssicherung und Testmanagement berichteten die Referenten auf dem "1. Norddeutsche Software-Testtag" über eigene Projekterfahrungen, diskutierten Vor-und Nachteile professioneller Werkzeuge und beleuchteten die Erfolgsfaktoren im Testmanagement aus der Perspektive der Testmanager, Projekt-, Entwicklungs- und IT-Leiter.

Wir freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen. Die hohe Teilnehmerzahl belegt die Bedeutung dieser Experten- und Networkingplattform.

Nach dem durchschlagenden Erfolg und einstimmigen Zuspruch wird es voraussichtlich auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung des Norddeutschen Software-Testtages geben.
Die zahlreichen Anregungen und Themenwünsche werden wir im nächsten Jahr berücksichtigen und das inhaltliche Angebot weiter ausbauen, sowie einer größeren Anzahl von Interessenten die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.



09:00 — 9:30

Registrierung

09:30 — 10:00

Verbreitete Vorurteile zum Testen und die Realität
Prof. Dr.-Ing. Andreas Spillner

Aussagen wie „Für Testautomatisierung haben wir jetzt keine Zeit!“ oder „Testen ist doch nur stupides Durchklicken - wie langweilig!“ sind Vorurteile, die sich hartnäckig halten.

Diesen und weiteren Vorurteilen wird im Vortrag entgegnet und die "Realität" des Testens gegenübergestellt und mit Zahlen belegt. Es wird auf grundlegende Aspekte des Testens von Programmen ebenso eingegangen, wie auf aktuelle Entwicklungen. Neben den Vorteilen des systematischen Vorgehens beim Testen, wird ein weltweit sehr erfolgreiches Ausbildungsprogramm vorgestellt.

10:00 — 10:45

QS und Change Management in Migrationsprojekten
Sven Tissot (pdv TAS)

Die Migration einer unternehmenskritischen ERP Anwendung stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Die zentralen Geschäftsprozesse sind betroffen und müssen reibungslos und ohne Zeitverzögerung umgestellt werden.

In diesem Vortrag wird an einem Praxisbeispiel gezeigt, wie agile Methoden die klassische Vorgehensweise bei ERP Projekten erfolgreich ergänzen können. Das beschriebene Projekt hatte bereits mehrere kritische Meilensteine verpasst und war deutlich in Terminverzug. Wir berichten über den erfolgreichen Einsatz von agilen Methoden zur Projektsteuerung, im Qualitäts- und Testmanagement sowie den Einsatz und die notwendigen Anpassungen von Open-Source Werkzeugen zur Unterstützung dieser Methoden.

Pause und Networking

11:15 — 12:00

Testmanagement
Sebastian Middeke (C1 WPS)

Üblicherweise werden Tests mit Unterstützung von dedizierten Testwerkzeugen durchgeführt. Doch was ist, wenn die nötigen Werkzeuge so selten und teuer sind, dass sie nicht im Rahmen des Projektbudgets erworben oder gemietet werden können?

In diesem Vortrag wird gezeigt, wie man trotz solcher Einschränkungen ein erfolgreiches Testmanagement aufsetzen und durchführen kann. Anhand von Praxisbeispielen demonstrieren wir ein Testmanagement, welches ausschließlich auf OpenSource-Werkzeugen und Microsoft Office basiert. Ein iterativ-inkrementell durchgeführtes EBS-Projekt konnte mit diesem Vorgehen erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

12:00 — 12:45

QS und Testen im embedded Bereich
Eckhard Pollmann (pdv TAS)

Für Produkte bzw. Geräte mit großen Stückzahlen ist es zwingend erforderlich, ihre leistungsfähige Embedded Software fehlerfrei einzubringen. Dazu ist es nötig, eng verzahnt mit  dem Anforderungsmanagement die erforderliche Testspezifikation zu entwickeln, auf deren Grundlage später die Funktionsprüfung der Embedded Software in ihren Produkten erfolgt – virtuell oder real. Mit diesem Vortrag zeigen wir Ihnen, wie durch frühzeitiges Zusammenspiel der Produkt-Anforderungen mit der Softwareentwicklung und den Tests erfolgreich hochqualitative Embedded Software erzeugt wird.

Mittagspause

14:00 — 14:45

Richtig testen in SOA/BPM-Projekten – Erfahrungen und Best Practices
Holger Breitling (C1 WPS)

Mit SOA/BPM-Architekturen und passenden Plattformen werden Geschäftsprozesse bzw. ausführbare Geschäftsprozessmodelle zu eigenen Softwareartefakten. Auf Grund der zentralen fachlichen und organisatorischen Bedeutung der Geschäftsprozesse sind automatisierte Regressionstests (sowohl auf Komponenten- als auch auf Integrationsebene) für diese neuen Artefakte unbedingt notwendig. Die Unterstützung von Seiten der jeweiligen Plattformen ist heute leider nicht ausgereift.

Wir stellen im Vortrag diese Herausforderung vor dem Hintergrund eines konkreten SOA/BPM-Projekts dar und zeigen, mit welchen Konzepten und Verfahrensweisen wir einen geeigneten Testrahmen bereitstellen konnten, der die Grundlage für flächendeckende, effektive Regressionstests bildete.

14:45 — 15:30

QS und Testen im Datenbankumfeld
(ph/go)

Auch in Zeiten von Java bzw. Java EE Applikationen gibt es immer noch ausreichend Raum für bewährte und leistungsstarke PL/SQL-zentrierte Lösungen. Der Vortrag liefert einen Einblick in 15 Jahre Best Practices und zeigt, wie man mit modernen Methoden performante, wartungsfreundliche und qualitätsgesicherte Applikationen (auch für das Web) mit PL/SQL aufsetzt und entwickelt.

Anhand von Beispielen aus 15 Jahren Erfahrung mit PL/SQL-zentrierten Lösungen in unterschiedlichen Kundenprojekten wird aufgezeigt, welche der ergriffenen Maßnahmen und aufgesetzten Strukturen sich bewährt haben, um den Spagat zwischen Kundenanforderung, Projektmanagement und Qualitätssicherung (QS) zu bewältigen.

Pause und Networking

16:00 — 16:45

Sicherung von Architekturqualität mit der Sotoplatform
Jörn Koch

Software muss vielen Qualitätsansprüchen genügen. Neben äußerer Qualität, wie z.B. funktionaler Qualität und Gebrauchsqualität, sind auf Code-Seite vor allem Wartbarkeit, Verständlichkeit, Testbarkeit, Flexibilität, Einfachheit, etc. Anforderungen an die innere Qualität. Die Erfahrung zeigt, dass die innere Qualität in einem natürlichen Erosionsprozess kontinuierlich abnimmt, wenn nicht gezielt über Architektur- und Code-Reviews, sowie Refactorings gegengesteuert wird. Die Sotoplatform ist ein professionelles Werkzeug, um statische Code-Analysen und einen Abgleich von Soll- und Ist-Architektur durchzuführen. Ergebnis sind verlässliche Aussagen über die innere Code-Qualität, konkrete Architekturverletzungen und Ansätze für Refactorings.

16:45

Verabschiedung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
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Software-Testtag an.