Software Engineering Konferenz 2007

Vom 27. bis 30. März 2007 hat in Hamburg die "Software Engineering Konferenz 2007" stattgefunden. Die SE 2007 bot Hamburg die Gelegenheit, sich vor einem internationalen Publikum als einer der führenden IT-Standorte in Deutschland zu präsentieren. Eingeladen waren Wissenschaftler aus der öffentlichen und privaten Forschung, forschungsnah agierende Unternehmen und IT-Hersteller und Studierende aus dem Bereich der Software-Technik. In ihren Beiträgen umrissen anerkannte Wissenschaftler Forschungsthemen und -ziele, die für die Software-Technik in den kommenden Jahren bestimmend sein werden. Experten aus Forschung und Praxis teilten in ihren Erfahrungsberichten aktuelles Wissen und fundierte Einschätzungen über Technologien, Methoden und Vorgehensweisen mit einem breiten Fachpublikum. Darüber hinaus regten Tutorials und State-of-the-Art Vorträge zum Dialog zwischen Forschung und Praxis an. So wurden zum Beispiel während eines eintägigen Software-Engineering-Forums in State-of-the-Art Vorträge Themen vermittelt, die sich speziell an IT-Praktiker und Interessenten aus der Region Hamburg richten. Spezifische Fragestellungen der Software-Technik wurden in dezentralen Workshops und Tutorien diskutiert, zu denen die Teilnehmer auf Basis von Thesenpapieren eingeladen wurden. Für den Erfahrungsaustausch und das "Netzwerken" in gelöster Stimmung schufen die Abendveranstaltungen einen passenden Rahmen.  Mehr>>

Thematische Schwerpunkte der SE 2007

  • Software-Architektur
  • Entwicklung von Anwendungssoftware
  • Migration von Legacy-Systemen
  • Open-Source-Systeme
  • Software-Technik für die Logistik
  • Technical Computing

Programmbeiträge der C1 WPS

Am Dienstag den 27. März veranstaltete Axel Schmolitzky (C1 WPS) einen ganztägigen Nachwuchs-Workshop.

Am Mittwoch den 28. März boten Holger Breitling (C1 WPS) und Norbert Grosz einen Vortrag zum Thema "Refactoring to Spring" an. Der Vortrag stützte sich auf konkreten Erfahrungen während des Umbaus einer großen Web-basierten Versicherungsanwendung und stellte die gefundenen Best Practices und Patterns vor. Das Spring Framework ist das derzeit populärste Dependency-Injection-Framework für Java, das eine umfassende Vereinfachung und Unterstützung für die J2EE-Entwicklung bietet. Der Einsatz des Frameworks ist relativ einfach, wenn man die Anwendungsentwicklung "from scratch" beginnt. Eine bestehende Anwendung jedoch so zu verändern, dass sie auf Spring aufsetzt, bedeutet eine anspruchsvolle Herausforderung.

Am Donnerstag den 29. März behandelten Stefan Hofer (C1 WPS), Sven Wende, Alexander Will und Heinz Züllighoven (C1 WPS) in einem Vortrag das Thema "End-User Development für Leitstand-Arbeitsplätze: Beschreibung einer Systemarchitektur". End-User Development beschäftigt sich mit der Frage, wie Endbenutzer die von ihnen eingesetzte Software anpassen können. Dazu muss die Software eine geeignete Architektur aufweisen. Der Forschungsbericht skizziert eine solche Architektur für einen Leitstand-Arbeitsplatz zur Überwachung und Steuerung technischer Anlagen.

Jörg Rathlev, Beate Ritterbach und Axel Schmolitzky (C1 WPS) hielten einen Kurzbeitrag zum Thema  "Auf der Suche nach Werten in der Softwaretechnik: Werte und Objekte in objektorientierten Programmiersprachen". Objektorientierte Programmiersprachen sind traditionell stark bei der Definition benutzerdefinierter Objekttypen, für benutzerdefinierte Werttypen hingegen bieten sie wenig Unterstützung. Werttypen spielen in vielen fachlichen Zusammenhängen jedoch eine wichtige Rolle. Der Kurzvortrag untersucht, welche Konsequenzen sich für eine objektorientierte Programmiersprache ergeben, wenn zwischen benutzerdefinierten Wert- und Objekttypen unterschieden wird.

Stefan Winkler (C1 WPS) wertete in einem Kurzbeitrag eine empirische Umfrage zum Thema "Informationsfluss zwischen Anforderungsdokumenten" aus. Die Anforderungsanalyse ist immer noch eines der Gebiete der Softwaretechnik, in dem Theorie und Praxis sehr weit auseinander liegen. Dieser Beitrag stellte die Ergebnisse einer empirischen Studie vor, die die in der Anforderungsanalyse verwendeten und erstellten Dokumente und den Informationsfluss zwischen ihnen untersucht. Stefan Winkler zeigte, dass Protokolle und Anforderungslisten Quellen und strukturierte Dokumente wie technische Spezifikation und Pflichtenheft Senken des Informationsflusses sind.

Organisation der SE 2007

Die Software Engineering Konferenz 2007 in Hamburg wurde von der Gesellschaft für Informatik, der Universität Hamburg und dem Hamburger Informatik Technologie-Center veranstaltet. Geleitet wurde die Tagung von Prof. Dr.-Ing. Heinz Züllighoven (C1 WPS). Als Hauptsponsor trat die C1-Gruppe auf.