Komplexität bewältigen... oder ... die Suche nach Enterprise Services

Ein Vortrag von Frank Winkenwerder (HHLA Container Terminals) und Dr. Carola Lilienthal (C1 WPS)

Containerterminals erledigen in der logistischen Supply Chain in erster Linie den Wechsel des Verkehrsträgers für den Containertransport (Lkw, Bahn, Schiff). Dieser an sich einfache Prozess zeigt in der Detaillierung eine hohe Komplexität, die wesentlich darin begründet ist, dass gerade beim Übergang vom und zum Seeschiff viele in der Supply Chain aufgelaufene Fehler oder Unvollständigkeiten abgefangen werden müssen. Diese Fehlertoleranz zieht viele Varianten und eine hohe Kardinalität bei den Prozessen und dadurch auch in den IT-Systemen nach sich.

Um eine vereinfachte Abbildung in den IT-Systeme zu ermöglichen, hat die HHLA Container Terminals GmbH in Zusammenarbeit mit der c1-wps ein Verfahren erarbeitet, mit dessen Hilfe sich reale Prozesse in abstrakte Prozesse transformieren lassen. Die abstrakten Prozesse sind befreit von Varianten und hoher Kardinalität. Deren notwendigen Funktionen oder Abläufe werden durch Bündeln und Ablaufneugestaltung in Enterprise Services modelliert. Insgesamt erhält man so eine Prozesslandschaft mit gleicher Funktionalität aber deutlich verbesserter Struktur und somit eine gute Vorlage für eine IT-Implementierung.

Der Vortrag erläutert das Vorgehen zum Finden und Definieren entsprechender Enterprise Services. Dabei werden exemplarische Geschäftsprozessmodelle, Abstraktionsmodelle in BPMN und Alignment-Schritte über Fachdomänen kombiniert.

Zur Person der Redner

Frank Winkenwerder ist ausgebildeter Physiker und seit über 20 Jahren im IT Geschäft tätig. Zunächst arbeitete er als Projektleiter und leitender Berater bei SCS und Cap Gemini. Die folgenden zehn Jahre war er Bereichs- und Profitcenterleiter bei debis und T-Systems. Seit dem Jahr 1996 betreut Frank Winkenwerder bei der HHLA Container Terminals GmbH übergreifend die IT-Systemlandschaft und die IT-Projekte der Container Terminals.

Dr. Carola Lilienthal ist seit Januar 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der C1 WPS und Themenverantwortliche für das Software-Architekturbüro. Sie hat Ihr Studium im August 1995 an der Universität Hamburg abgeschlossen und dort im Januar 2008 promoviert. Mit Heinz Züllighoven und Guido Gryczan arbeitet Carola Lilienthal seit 1995 zusammen und war in den ersten Jahren freiberuflich als Beraterin und Trainerin tätig. Für die C1 WPS berät sie seit Januar 1999 als Senior Software-Architektin Kunden im Bereich Softwarearchitektur, Qualitätssicherung, objektorientierter Anwendungsentwicklung und agiler Software-Entwicklung. Seit dem Wintersemester 2009 ist Carola Lilienthal Vertretungsprofessorin für Softwaretechnik an der Universität Hamburg.

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