Die elektronische Segelliste als Basis für neue Kooperationsmodelle einer generischen Leitstandsarchitektur

Ein Vortrag von Frank Winkenwerder (HHLA Container Terminals) und Dr. Carola Lilienthal (C1 WPS)

Im HHLA-GeneAL-Projekt wird der Aspekt der Kooperation von Rollen in Geschäftsvorfällen bei Beteiligung eines Leitstandes untersucht. Ziel des Projekts ist es, neue Kooperationsmodelle zu kreieren, die in der generischen Leistandsarchitektur des GeneAL-Projekts abgebildet werden.

Der Leitstand des Containerterminals Altenwerder und die an der Betriebsführung beteiligten Einheiten (Betriebspersonal, Instandhaltung, Disposition,
Sachbearbeitung ... ) müssen im 5 Schichtbetrieb stetig verschiedene Aktivitäten koordinieren und abstimmen. Dazu wird eine auf der elektronischen Liegeplatzplanung basierende Plantafel verwendet, die sogenannte Segelliste, die in weiten Teilen manuell um Daten ergänzt, von jedem für seine Tagesarbeit individuell erweitert und weiter verwendet wird.  

Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, wie die fragmentierten Informationen und Sichten systemisch zusammengeführt werden können und neue Blickwinkel und Umgangsformen für eine elektronisch gestützte Kooperation geschaffen werden können. Die Ergebnisse dieser kreativen Ideenfindung wird durch die Schaffung von Mockups und Protoypen vergegenständlicht (z.B. mobiler Einsatz, Cockpit in Meetings, Simulationsgrundlage für Entscheidungen) um die am Prozess beteiligten für weitere Ideenbildung zu gewinnen.

 

Der Vortrag beschreibt den aktuellen Stand der Arbeiten.

Zur Person der Redner

Frank Winkenwerder ist ausgebildeter Physiker und seit über 20 Jahren im IT-Geschäft tätig. 8 Jahre als Projektleiter und leitender Berater bei SCS, dann weitere 10 Jahre als Bereichsleiter bei CAP Gemini. Seit 2007 verantwortet Frank Winkenwerder die strategische übergreifende Planung und Koordination der IT der HHLA Container Terminals.

Dr. Carola Lilienthal ist seit Januar 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der C1 WPS GmbH. Sie hat an der Universität Hamburg studiert und dort 2008 zu "Komplexität von Softwarearchitekturen" promoviert. Mit Heinz Züllighoven und Guido Gryczan arbeitet Carola Lilienthal seit 1995 zusammen und berät als IT-Bauaufsicht Kunden im Bereich Softwarearchitektur und Qualitätssicherung sowie Geschäftsprozesse und IT-Landschaften. Seit dem Wintersemester 2009 ist Carola Lilienthal Vertretungsprofessorin für Softwaretechnik an der Universität Hamburg.