Sanfte Migration im 24/7-Terminalbetrieb
Ein Vortrag von Thomas Schütz (HHLA) und Dr. Carola Lilienthal (C1 WPS)
Auf dem Containerterminal Burchardkai im Hamburger Hafen werden rund um die Uhr an 360 Tagen im Jahr Containerschiffe be- und entladen. Dabei verlangen steigendes Umschlagsvolumen, zunehmende Schiffsgrößen und Produktivitätserwartungen nach einer immer effizienteren Nutzung der Liegeplätze, Flächen und Umschlaggeräte. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, hat der Burchardkai 2005 ein Ausbauprogramm zur Verdoppelung der Umschlagkapazität aufgenommen, in dessen Rahmen u.a. automatische Lagerkräne und eine neue moderne Softwareunterstützung der Terminalprozesse eingeführt werden. Aufgrund der damit verbundenen einschneidenden Änderungen der Prozesse, einer veränderten Arbeitsorganisation und notwendigen Kenntnisse im Umgang mit den neuen Technologien sowie resultierenden Risiken für den laufenden Betrieb unter voller Last wurde die Möglichkeit einer schrittweisen Einführung vorgesehen. Diese Risiken konnten durch die Möglichkeit einer parallelen Nutzung des Alt- und Neusystems sowie Fall Back Optionen zwischen beiden Systemen in den verschiedenen Umstellungsphasen minimiert werden. In unserem Vortrag werden wir die einzelnen Phasen dieser sanften Migration beschreiben und unsere Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren zur Diskussion stellen.
Zur Person der Redner
Thomas Schütz leitet die Entwicklungsabteilung der HHLA Container Terminal Burchardkai GmbH. Nach dem hochschulübergreifenden Studium des Wirtschafts¬ingenieur¬wesens in Hamburg war er von 1992 bis 1998 zunächst als Berater der HPC Hamburg Port Consulting GmbH beschäftigt, im Anschluss zwei Jahre als angestellter Berater der staatlichen Hafengesellschaft in Honduras tätig. Ende 2000 ist Thomas Schütz zum HHLA Entwicklungsteam des teilautomatisierten Container Terminal Neubaus in Altenwerder gestoßen. Nach dessen Inbetriebnahme 2002 hat er die Projektleitung des Ausbauprojekts am Container Terminal Burchardkai übernommen und ist dort seit 2007 als Abteilungsleiter beschäftigt.
Dr. Carola Lilienthal ist Mitglied der Geschäftsleitung der C1 WPS GmbH und Themenverantwortliche für das Software-Architekturbüro. Sie hat an der Universität Hamburg studiert und dort auch promoviert. Mit Heinz Züllighoven und Guido Gryczan arbeitet Carola Lilienthal seit 1995 zusammen und berät als Senior Software-Architektin Kunden im Bereich Softwarearchitektur, Qualitätssicherung, objektorientierter Anwendungsentwicklung und agiler Software- Entwicklung. Seit dem Wintersemester 2009 ist Carola Lilienthal Vertretungsprofessorin für Softwaretechnik an der Universität Hamburg.
